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Wörns der Woche
7.Spieltag:
Joris Mathijsen und David Jarolim (beide Hamburger SV)

 
In einer Situation wie jener, in der sich der Hamburger SV seit Beginn der Saison befindet, bedarf es Spieler, die den Unterschied ausmachen. Die die Ärmel hochkrempeln, sich auf den Punkt genau konzentrieren und die guten Vorsätze auf dem Weg zum Befreiungsschlag auch umsetzen können. Spieler, die den Unterschied ausmachen. Dumm ist jedoch, wenn Spieler in Krisenzeiten das genaue Gegenteil verkörpern. Am Samstag leitete ein katastrophaler Fehlpass von Joris Mathijsen das 0:1 für Schalke 04, eine blitzschnelle Koproduktion der beiden Altintop-Brüder, ein. Kurz vor der Pause, nach dem Ausgleich durch Trochowski (30.) foulte David Jarolim zunächst Mladen Kristajic und kurz darauf Levan Kobiashvili und sah von Schiedsrichter Dr. Felix Brych völlig zu Recht die Ampelkarte. Die Party endete 1:2. „Ich habe das Spiel verloren“, sagte Jarolim. Das stimmt. Zusammen mit Mathijsen. Schwache bis katastrophale individuelle Leistungen von Daniel Ljuboja, Nigel de Jong, Boubacar Sanogo und Raphael Wicky taten ihr übriges, um den Eindruck zu bestätigen: Dem HSV fehlen nach den Verkäufen von Khalid Boularouz, Daniel van Buyten, Sergei Barbarez und „Paule“ Beinlich fast alle Spieler, die den Verein aus der misslichen Lage führen könnten. Das Warten auf Rafael van der Vaart wird ungeduldiger. Bis zu seiner Rückkehr teilen sich Mathijsen und Jarolim, stellvertretend für mehr als die halbe Hamburger Mannschaft den Titel „Wörns der Woche“. An diesem siebten Spieltag waren sie das Abziehbild eines desolaten Champions-League-Teilnehmers.

                                                                                          Tim Sohr

 
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