Wörns der Woche
2.Spieltag:
Roman Weidenfeller (BVB)

Autor: Tim Sohr
 
Selten hat es in der Geschichte von pokalo.de eine Woche mit so vielen ambitionierten Anwärtern auf den Titel des „Wörns der Woche“ gegeben: Ob die Posse um Rafael van der Verrat, die erneut absolut indisponierte Innenverteidigung Kovac / Wörns beim BVB, die rücksichtslose Grätsche von Naldo gegen Judas Klose – Beispiele als Beleg für die weit verbreitete Geistesschlichtheit der Spezies Berufsfußballer gab es reichlich. Einer aber stellte in Sachen bodenloser Primitivität alle in den Schatten: Seit Jahren gehört er zu den konstantesten Torhütern der Bundesliga (und das in einem alles andere als konstant geführten Verein). Viele sehen in ihm bereits eine potentielle Nationalmannschafts-Nummer-1 für die Jahre 2008ff. Doch am Wochenende bewies Roman Weidenfeller, dass er in Sachen charakterlicher Reife noch Lichtjahre entfernt ist, internationalen Ansprüchen zu genügen. Als Dédé im Laufduell Asamoah schubste und dieser daraufhin heftig mit Weidenfeller zusammenprallte, entblödete sich Dortmunds Keeper nicht, den Nationalstürmer – mehrfach hintereinander und anhand der Zeitlupe der Fernsehkameras deutlich von seinen Lippen abzulesen – als „schwarzes Schwein“ zu beschimpfen. Kein Derby der Welt ist, wie es so schön heißt, „hitzig“ genug, diesen Ausfall zu rechtfertigen. Asamoahs martialische Geste beim Jubel über sein fulminantes Kopfballtor kurze Zeit später mutete im Vergleich dazu beinahe schon sympathisch an. Und Vollblutprolet Weidenfeller? Faselte den Reportern in die Mikrofone, dass er Asamoah nicht dergestalt beleidigt hätte, weil dies „nicht zu seinem Jargon“ gehören würde. Man glaubt es ihm aufs Wort…NOT!
 
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