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Wörns der Woche
20.Spieltag:
Boubacar Sanogo (Hamburger SV)

Autor: Tim Sohr
 
Natürlich gab es einige andere Anwärter an diesem Wochenende. Sogar im gleichen Spiel: Christian Fiedler ließ den Ball zum 0:1 für den HSV durch die Hosenträger rutschen. Und auch die gesamte Bayern-Mannschaft hat sich beim 0:3 in Nürnberg durchaus eine Art Kollektiv-Wörns-der-Woche verdient. Aber niemand steht mit seiner indiskutablen Leistung und einer heraus stechenden Einzelfehlleistung so sinnbildlich für die gesamte Situation seines Arbeitgebers wie der Hamburger Stürmer Boubacar Sanogo. Nachdem Sanogo bereits den Treffer zum 1:1 in Bielefeld verursachte und unter der Woche auch gegen Cottbus zu den allerschlechtesten Spielern auf dem Platz zählte, setzte er seinen Kaltstart nach der Winterpause an diesem 20.Spieltag in Berlin in einer Radikalität fort, die Angst macht. Das Spiel lief komplett an ihm vorbei, und griff er doch einmal ein, bestach er durch Stockfehler und massive Torungefährlichkeit. Und als Joris Mathijsen kurz vor dem Abpfiff die tausendprozentige Chance zum 2:1 für den HSV hat, steht Sanogo sogar buchstäblich im Weg. Mathijsen schießt ihn an (was auch den Holländer mal wieder zum Wörns-der-Woche-Kandidaten macht), und Mineiro schießt im Gegenzug den Siegtreffer für die Hertha. Falls es den letzten Beweis noch bedurfte, hier war er: Der HSV wird absteigen.

 
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