Wörns der Woche 17.Spieltag: Bastian Reinhardt (Hamburger SV) Autor: Tim Sohr
Es ist gerade einmal zwei Wochen her, da kritisierte HSV-Ersatzkapitän Bastian Reinhardt seinen Mitspieler, Mannschaftsführer und damaligen „Wörns der Woche“, Rafael van der Vaart, in aller Öffentlichkeit harsch für dessen überflüssige Rote Karte in der Schlussphase des Spiels beim VfL Bochum. Vielleicht wird Reinhardt sein unorthodoxes Vorpreschen in den (Boulevard)Blätterwald seit diesem 17.Spieltag bereuen. Mit Sicherheit aber erscheinen seine damaligen Worte in Richtung des Niederländers, van der Vaart habe „der Mannschaft sehr geschadet“, nach dem 3:3-Unentschieden auf dem Aachener Tivoli in einem völlig anderen Licht. Denn niemand hat dem HSV an diesem Wochenende so folgenschwer geschadet wie Bastian Reinhardt selbst. Sein unhaltbares Kopfballeigentor in der letzten Minute der Begegnung kostete die Hamburger drei Punkte, die nach der 3:1-Führung durch Tore von Berisha, Benjamin und Ljuboja schon in trockenen Tüchern zu sein schienen. Selbst der Aachener Anschlusstreffer durch Christian Fiel könne daran nichts ändern, dachte mit Sicherheit auch der inzwischen vielleicht umstrittenste Trainer der jüngeren Bundesliga-Geschichte, Thomas Doll, der Mann mit dem schier unerschöpflichen Sympathievorschuss.
Nach guter Hamburger Tradition war neben Reinhardt noch ein weiterer HSV-Akteur ein zwischenzeitlicher Anwärter auf den „Wörns der Woche“, doch Colin Benjamin, der den Aachener Elfmeter zum 1:1-Ausgleich verursachte, traf im direkten Gegenzug zur erneuten Führung und machte seinen Fauxpas damit flächendeckend wett.
So war am Ende, buchstäblich in letzter Sekunde, Bastian Reinhardt der einsamste Mann in Aachen. ZDF-Reporter Thomas Wark sagte tags darauf im DSF-„Doppelpass“, dass Dittsche wohl sagen würde, der Reinhardt ist verhext. Bezogen auf die abgelaufene Hinrunde der Saison 2006/07 trifft das leider auf den gesamten Hamburger Sportverein zu...
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