Wörns der Woche 13.Spieltag: Alexandar Vasoski (Eintracht Frankfurt) Autor: Tim Sohr
Im Fußball entscheiden oft Kleinigkeiten über Wohl und Wehe eines Vereins, manchmal sogar über die Existenz von Vereinen. Man erinnere sich bloß an den Kölner Youssef Mokhtari (heute MSV Duisburg), der es beim Heimspiel gegen Schalke 04 in der vergangenen Saison verpasste, bei einer hundertprozentigen Torchance zum besser postierten Lukas Podolski zu passen und den FC so um den Sieg brachte. In der Restsaison gewannen die Domstädter kaum noch eine Partie und stiegen sang- und klanglos ab.
Am Freitag in Bochum führte die Eintracht aus Frankfurt nach fünf (!!!) Minuten mit 2:0 und welcher Bundesliga-Beobachter hätte zu jenem Zeitpunkt noch auf einen Bundesliga-Verbleib des VfL, geschweige denn auf einen Punktgewinn oder gar Sieg in jener Heimpartie gewettet. Doch der Frankfurter Verteidiger Aleksandar Vasoski aus Mazedonien, immerhin 26facher Nationalspieler seines Landes, machte es möglich, dass man die Bochumer noch nicht abschreiben darf: Seine Notbremse an Gekas bescherte ihm einen Platzverweis, dem VfL einen Elfmeter und damit den Anschlusstreffer, der den Grundstein für die Aufholjagd und den letztendlichen 4:3-Erfolg der Ruhrstädter bedeutete. Der 1.FC Köln hat in der letzten Saison bewiesen, wie eine einzige Aktion eine Saison negativ beeinflussen kann. Vielleicht lernt der VfL Bochum nach dem vergangenen Freitag nun die positive Seite dieser Medaille kennen. Den „Wörns der Woche“ in gegnerischen Reihen gewusst zu haben, war dafür nicht die schlechteste Ausgangsposition.
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