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Wörns der Woche
10.Spieltag:
Petr Gabriel (Arminia Bielefeld)

Autor: Henning Hildebrandt
 
Noch wenige Sekunden und die Arminia werde auf Platz drei der Tabelle vordringen. Bielefelder Höhenflug. Die Ostwestfalen, eine der Mannschaften der Liga, dessen Startelf nur der eingefleischteste Fan zu kennen vermag, weiter auf dem Vormarsch in ungeahnte Liga-Gefilde. Vermutlich sogar können die wenigsten neutralen Fußballinteressierten mehr als einen Spieler des gesamten Kaders nennen. Das soll geändert werden, denkt sich Petr Gabriel in jenem Moment der Partie gegen die Borussia aus Dortmund. “Wenn ich meinen Gegenspieler im Strafraum zu Boden reiße, so wie es mein Gegenpart auf der anderen Seite seit Jahren vollbringt, werde ich wörns’sche Popularität erlangen.“ Der Gegner oder vielmehr das Opfer jener Sekunde der 93. Spielminute im Signal Iduna Park ist Ebi Smolarek. Schiedsrichter Günter Perl pfeift, entscheidet auf Notbremse und zeigt Gabriel die Rote Karte. Geschafft. Dass der Schweizer Frei den fälligen Elfmeter verwandelt und das 1:1 für Dortmund erzielt, dürfte den gemeinen Arminen, der sich in der Anonymität suhlt, ärgern, einen jedoch ob des einwöchigen Rampenlichts erfreuen: Als “Wörns der Woche“. Stimmt. “Respekt vor soviel Maßlosigkeit“, wird sich auch sein Idol gegenüber gedacht haben, schreitet die Liga doch in ihre erste englische Woche. 72 Stunden Ruhm. Und dann: Bloß wieder irgendein Armine.
 
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