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27.09.07 7.Spieltag Nord oder Süd!? Autor: Daniel Wehner
Die tabellarische Ordnung scheint sich in Richtung der vorsaisonal prognostizierten Hierarchie zu orientieren; die Kompassnadeln der 18 Bundesligaklubs pendeln sich auf den ihnen - mal mehr (Bayern München), mal weniger (Karlsruhe SC) - angestammten Platz in der Hackordnung deutscher Oberhausvertreter ein.
Mit den Niederlagen von Frankfurt, Bielefeld und Berlin sind zart aufkeimende Begehrlichkeiten postwendend in ihre Schranken verwiesen. Der Rekordmeister schaffte mit einer sachlichen ersten Hälfte und einem spektakulären zweiten Durchgang einen 5:0-Kantersieg gegen einen überforderten Cottbusser Sparringspartner von fliegengewichtiger Tagesform. Leverkusen, Schalke 04 und der HSV untermauerten mit durchweg souverän herausgespielten Siegen ihre Europapokalambitionen. Die Stuttgarter, Bremer und Dortmunder „Sorgenkinder“ bestätigten die Ambivalenz ihres ziellosen Schlingerkurses.
Im Gottlied-Daimler-Stadion zeigten die Schwaben gegen Bochum all das, was eher einem farblos dahindümpelnden Mittelfeldteam als einem amtierenden Meister zuzuordnen ist. Effektivität, Organisation und Kombinationsstärke der vergangenen Saison scheinen verloren. Positiv bleibt festzuhalten: Für drei Punkte gegen nicht minder schwache Bochumer reichte die dargebotene Leistung aus.
In Wolfsburg ist fehlpassintensiver, unstrukturierter Chaosfußball seit jeher Alltag eines identitätssuchenden Schwellenklubs. Der Einfall der Trostlosigkeit ins Bremer Spiel ist dagegen durchaus bemerkenswert. Denn trotz stattlicher Verletzenliste, standen einstige Erfolgsgaranten wie Mertesacker, Naldo oder Diego auf dem Platz.
Diese unterirdischen Leistungen noch zu unterbieten, wussten die Dortmunder Borussen. Nach der 2:3-Niederlage gegen Berlin betrieb Hans-Joachim-Watzke noch einen Versuch der Wogenglättung: "Wenn man eine positive Erkenntnis nennen will, dann sicherlich die, dass wir dieses Jahr torgefährlicher sind als in der letzten Saison". Gänzlich ungeschminkt gab sich Thomas Doll nach der jetzigen 0:3-Heimpleite: "Das hat weh getan.“ Denn wo weder Abwehr noch Mittelfeld als solche in Erscheinung treten, da bewirkt auch eine starke Offensivabteilung wenig.
Während der Dortmunder Kompass gen Norden zeigt, scheint sich auch der Wegverlauf des Restfeldes abzuzeichnen. Nur Karlsruhe hat sich noch nicht zwischen Aufsteiger – und somit klassischer Abstiegskandidat – und Europapokalanwärter entschieden. Auch hier werden magnetische oder andere Kräfte noch einen wegweisenden Impuls geben.
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