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08.10.07 Aufstand der Karpaten-Kicker Autor: Daniel Wehner
Anlässlich des jüngsten Überholmanövers der Rumänen in der Fünfjahreswertung – welches Deutschland von Platz fünf auf den sechsen Rang beförderte– befasst sich Pokalo.de näher mit dem südosteuropäischen Land am Schwarzen Meer. Fragen, die dabei aufgeworfen werden:
Wer wagt es, Fußball-Deutschland in Bedrängnis zu bringen?
Das 21,61 Millionen Einwohner zählende Rumänien hat sich aufgerafft, Deutschland seinen Rang abzulaufen. Aus dem Karpatenland proben vor allem die Hauptstadt-Klubs aus Bukarest die Fußball-Revolution. Denn in den vergangenen zwei Spielzeiten punkteten sie besser als deutsche Vereine.
Steaua und...?
Von den 18 Vereinen der Divizia Nationala A sind es drei Vereine, die auf Bukarest enden: Steaua, Rapid und Dinamo. Sie sind es auch, die die größten rumänischen Erfolge naher Vergangenheit einfuhren. Allerdings sind der Liga auch Größen (???) wie CFR Cluj, Poli Timisoara oder Unirea Val. Urziceni (derzeit Platz eins bis drei der Divizia Nationala A) angehörig.
Warum soll der rumänische Klubfußball stärker als der deutsche sein?
Weil die UEFA das so festgestellt hat! Und vor allem: weil die Summierung der in den letzten fünf Saisons (einschließlich dieser Saison) erzielten Punkte einen Vorsprung Rumäniens von derzeit 1392 Punkten ergibt. Zum Vergleich: Deutschland verbuchte in der abgelaufenen Spielzeit 9500 und Rumänien11333 Punkte. Das liegt daran, dass weniger rumänische Teams starten, die im Durchschnitt effizienter sind.
Wie schlagen sich die rumänischen Vertreter in dieser Saison?
Das schwache Auftreten der rumänischen Klubs spielt Deutschland solange in die Karte, wie deutsche Teams erfolgreicher punkten. Wenn die Bundesligisten passabel punkten, haben sie die Chance Rumänien wieder auszukontern, denn mit Dinamo und Rapid haben sich bereits zwei Bukarester Mannschaften in Runde 1 des UEFA-Pokals verabschiedet. Einzig Steaua ist in der Champions-League verblieben, die mit 0 Punkten nach zwei Spielen abgeschlagen auf Platz vier verharren – ähnlich wie der VFB Stuttgart und Werder Bremen...
Was macht eigentlich Gheorghe Hagi?
Im Zweifelsfall: zurücktreten. Nachdem er 2001 nach vier Spielen als Nationaltrainer Rumäniens zurücktrat, 2003 beim türkischen Erstligisten Bursaspor entlassen wurde, später bei Fernabahce anheuerte und –zwischenzeitliche Erfolge hinter sich – zurücktrat, schaffte er auch 2007 einen selbstbestimmten Abgang. Bei Steaua Bukarest kündigte er am 20. September nach nur 6 Liga und 5-Europapokalspielen.
Und was heißt das für die Zukunft?
Trotz aufstrebender Tendenzen, sollte der deutsch-rumänische Vergleich in Zukunft für die Bundesligisten der DFL ausgehen. Deutschland stellt doppelt so viele Europokalteilnehmer wie Rumänien, und die deutschen Mannschaften wissen in dieser Saison zumindest im UEFA-Pokal zu überzeugen. Da die Bukarester Teams in der Vergangenheit vor allem durch Erfolge im UEFA-Cup punkteten, ist dieser eine Chance zur Regeneration deutscher Reputation – zumal die rumänischen Vertreter bereits ausgeschieden sind.
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