















|
26.10.07
Europapokal / 3. Spieltag
almost a cruel world
Autor: Daniel Wehner
„It´s a cruel world” titelten englische Printmedien, nachdem Hamilton die Formel 1-Krone verpasste, das Rugby-Finale verloren ging und die russische Fußballnationalmannschaft den „Three Lions“ mit 2:1 überlegen war. Eine grausame Welt! Diese ist auch für die DFL-Vertreter in der Champions Leaugue, da von neun Spielen sieben mit einer Niederlage endeten.
Beim näheren Betrachten der tabellarischen Situation wird jedoch deutlich, dass die Fußballwelt nur beinahe grausam ist. Denn trotz je einem Sieg aus drei Spielen sind Werder Bremen und Schalke 04 wieder bzw. noch im Rennen um die Champions League-Endrunde.
Für die VFBler hat sich der Ausflug Champions Leaugue dagegen als Kurztrip erwiesen – selbst der viel geschmähte UEFA-Cup scheint nach drei punktlosen Spielen unerreichbar. Den Stuttgartern fehlt es nach wie vor an konstant souveränen Darbietungen früherer Leistungsträger, an Neuzugängen, die zünden und an mentaler Frische, die auf diesem Level zum fußballerischen Fundament gehört. Meira, Pardo und Gomez sind weit entfernt von der Leistungsstärke der vergangenen Saison. Ewerthon, Marcia und Bastürk sind bisher keine Verstärkungen. Individuelle Fehler, wie der von Osori vor dem 1:0 von Lyon durch Santos, ziehen sich durch die Saison wie übertriebene Gehaltsforderungen durch die Karriere von Danijel Ljuboja.
Damit ein FC Schalke 04 beim FC Chelsea punktet, muss – wie allgemein vermittelt – alles stimmen: Asamoah eine seiner Kopfballchancen nutzen, Larsen in die Maschen statt an den Innenpfosten treffen; und vor allem muss Neuer das Torwartaufwärmen durch den Rückpass-Schuss von Malouda ohne Gegentor überstehen. Wenn das nicht der Fall ist, steht am Ende ein 0:2.
Dem 5-Jahreswertungs-Totalschaden stemmten sich allerdings Werder Bremen, der HSV, Bayer Leverkusen und Bayern München entgegen. Durch die vier Siege hat Deutschland erneut auf Rumänien Punkte gutgemacht. Daher ist die Fußballwelt für die DFL-Teams nur „almost a cruel world“.
|
|
|